Und so schnell ist eine Woche vorbei. Bleiben zwei einhalb. Was also habe ich in der Zeit hier getrieben? - Eine kurze Auflistung, heute weniger prosaisch, dafür aber mit stichhaltigeren Informationen für alle, die das irgendwie interessant finden.
Tagesablauf
07:15 Der Wecker klingelt.
07:45 Frühstück im Garten des Hotels, das zum Hostel gehört. Reichhaltig und abwechslungsreich und für Hostelgäste absolut kostenfrei. (Die Melonen sind zum Niederknien. Außerdem gibt es Feta-Käse in Massen, in den ich mich jedes Mal reinlegen könnte.)
08:15 Aufbruch zum Bus, zu dem wir zu Fuß fünfzehn Minuten brauchen. Annika wird dabei fast jedes Mal von ein- und demselben Hund verfolgt, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt hat. Er versucht immer, mit den Bändern ihres Rucksacks zu spielen, indem er danach schnappt - da sie allerdings tierische (haha, flacher Wortwitz) Angst vor Hunden hat, haben wir heute eine andere Route aus der Altstadt heraus ausprobiert und hätten uns fast verlaufen. Fast.
08:30 Jeden Tag mehr oder minder zufälliges Aufeinandertreffen mit den anderen Kursteilnehmern an der Bushaltestelle. Die Fahrt zur Uni dauert zwanzig Minuten, gezahlt wird beim Fahrer - eine Fahrt kostet 1,75 Lira, das entspricht ungefähr 90 Cent.
12:00 Mittagspause. Essen gibt's in der Cafeteria für Studenten für 4,25 Lira oder in der für Lehrer für 6 Lira. Wir essen inzwischen meist in der für Lehrer, einfach, weil das Essen dort besser und vielfältiger ist. Für die umgerechneten drei Euro bekommt man dort ernsthaft ein Viergänge-Menü! Eigentlich dürften, wie der Name sagt, nur die Lehrer dort essen, aber für den Notfall haben wir immer noch unsere besondere Begründung "We're Erasmus students" und dann werden wir in Ruhe gelassen. Ich kann inzwischen sogar schon auf Türkisch bestellen ("Hallo! Ein Menü, bitte." - "Danke!"), was mich jedes Mal sehr stolz macht. Ich meine, hey, eine Woche! Um
15:30 Feierabend! Je nach Laune und Menge der Hausaufgaben geht es hinterher an den Strand, ins Hostel und dann in den Pool, auf die Terasse oder anderweitigen Beschäftigungen nach. Und danach direkt unter die Dusche.
Der Rest des Tages verlief bisher jedes Mal anders. Montag waren wir abends auf eine Party eingeladen, letzte Woche gingen wir mehrmals mit ein paar Mädels zum Yachthafen, um ein Glas Pfirsichsaft oder einen Cocktail zu trinken, und hin und wieder gehe ich auch meinen sozialen Kontakten in Europa nach und kommuniziere mit euch Menschen da drüben. Für heute Abend wurde ich auch dazu eingeladen, mit ein paar Leuten etwas zu trinken, wir werden sehen, was ich schlussendlich mache...
Die Sprache
Türkisch ist absolut keine schwere Sprache, man muss nur verstehen, wie sie funktioniert. Es gibt so gut wie keine Ausnahmen, alles ist absolut logisch - warum gibt es nicht mehr solcher Sprachen auf der Welt? Was mir allerdings Schwierigkeiten bereitet, ist das Behalten der Vokabeln und die Aussprache. Und natürlich das Hörverstehen auf der Straße. Aber da komme ich auch schon noch hinter.
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